Camping in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg trägt drei Landschaften, die sich kaum ähneln. Den Schwarzwald mit seinen engen Tälern und Hochmooren, die Schwäbische Alb aus Kalk mit ihren Wacholderheiden, und den Bodensee, wo im April die Obstbäume blühen und die Alpen am anderen Ufer stehen.

Das Jahr in dieser Region

Oktober: Herbst am Wilden See

Der Wilde See am Ruhestein liegt auf 910 Metern und ist ein Karsee aus der Eiszeit. Er misst 2,4 Hektar. Der Wald ringsum steht seit 1911 als Bannwald, der älteste im Land, und wird seither nicht mehr angerührt. Im Oktober leuchten die Buchen zwischen Fichten und Tannen, seit 2014 gehört das Gebiet zum Nationalpark Schwarzwald.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:43 auf und um 18:36 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 53 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Buchen: Herbstfärbung um den 15. Oktober (meist zwischen 7. Oktober und 22. Oktober)
  • Eichen: Herbstfärbung um den 22. Oktober (meist zwischen 13. Oktober und 29. Oktober)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 667 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Westweg

    Der älteste Fernwanderweg des Schwarzwalds, seit 1900 mit der roten Raute markiert, von Pforzheim bis nach Basel. Er hält sich an den Hauptkamm und läuft über Grinden, also baumfreie Hochflächen, mit Blick bis zu den Vogesen. Karseen und Hochmoore liegen direkt am Weg.

    285 kmMehrtagestour

    GPXKarte

  • Wandern

    Schluchtensteig

    Abschnitt 1

    Der Weg führt durch die engsten Schluchten des Südschwarzwalds, die Wutach voran, wo der Fluss sich bis zu hundertsiebzig Meter tief in den Fels gegraben hat. Unten ist es feucht und kühl, es wachsen Farne und Orchideen, und der Pfad zieht schmal und stellenweise ausgesetzt am Fels entlang. Festes Schuhwerk ist hier keine Empfehlung, sondern Bedingung.

    18,2 km

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Neckarsteig

    Von Heidelberg flussaufwärts bis Bad Wimpfen, immer über den Hängen des Neckartals. Auf den Höhen stehen vier Burgen in Sichtweite zueinander, dazwischen führt der Weg durch Buchenwald und an Weinbergen entlang. Wer nicht zurücklaufen will, nimmt den Zug, der unten im Tal fährt.

    126,3 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Neckartal-Radweg

    Von der Quelle bei Schwenningen bis zur Mündung in den Rhein, durch das dicht besiedelte Württemberg und doch überwiegend am Wasser. Der Abschnitt zwischen Heidelberg und Heilbronn ist der schönste: enges Tal, Burgen auf beiden Seiten, Weinberge bis ans Ufer. Fast durchgehend flach.

    373,6 km766 HöhenmeterMehrtagestour

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  • Radfahren

    Bodensee-Radweg

    Einmal um den See, durch drei Länder, mit den Alpen als Kulisse im Süden. Der Weg wechselt zwischen Uferpromenade, Obstplantagen und Rebhängen und ist so gut ausgebaut, dass er auch mit Kindern funktioniert. Die Fähren zwischen den Ufern verkürzen die Runde nach Belieben.

    260 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Donauradweg

    Abschnitt Baden-Württemberg

    Der baden-württembergische Abschnitt beginnt an der Donauquelle in Donaueschingen und führt durch den Donaudurchbruch der Schwäbischen Alb. Dort steht der Fluss zwischen weißen Kalkfelsen, auf denen Burgen wie Wildenstein sitzen, während das Kloster Beuron unten in der Talsohle liegt. Im Sommer versickert die Donau streckenweise ganz und tritt zwölf Kilometer weiter am Aachtopf wieder aus, dessen Wasser in den Bodensee fließt.

    203,9 kmMehrtagestour

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  • Kanu

    Tauber

    Ein ruhiger kleiner Fluss durch das Liebliche Taubertal, zwischen Weinbergen und Fachwerkorten. Die Strömung ist sanft genug für Anfänger, und man kommt an Bad Mergentheim, Tauberbischofsheim und Wertheim vorbei. Bei niedrigem Wasserstand im Hochsommer wird es an einzelnen Stellen knapp.

    54,6 km

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  • Langlauf

    Schauinslandspur

    Die Spur gehört zum Loipennetz am Notschrei südlich von Freiburg, auf gut elfhundert Metern, und zieht durch den Wald Richtung Wiedener Eck. Der Schnee hält sich hier länger als sonst im Südschwarzwald. Hinauf führt die Passstraße, eine Bergbahn gibt es nicht.

    17,3 km

    GPXKarteWebsite

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • März bis August

    Weißstorch

    Die Störche kommen im Frühjahr aus ihren Winterquartieren zurück und beziehen dasselbe Nest wie im Vorjahr. Wo feuchte Wiesen an das Dorf grenzen, stehen die Horste dicht beieinander, manchmal ein Dutzend im selben Ort.

  • ganzjährig

    Biber

    Den Biber selbst sieht man selten, seine Arbeit dafür überall: angespitzte Stämme am Ufer, Dämme quer über den Bach, gestaute Flächen voller Totholz. Wer in der Dämmerung still am Wasser sitzt, hört ihn zuerst.

  • März bis Juni

    Wanderfalke

    Das schnellste Tier der Welt erreicht im Sturzflug über 300 Kilometer in der Stunde. Er brütet an den Felswänden über den Flüssen, und in der Brutzeit bleiben einzelne Kletterfelsen gesperrt, damit er in Ruhe aufzieht.

  • ganzjährig

    Gämse

    Gämsen im Schwarzwald sind eine Überraschung, denn eigentlich ist das ein Alpentier. Seit hundert Jahren lebt eine Population in den Felsen des Südschwarzwalds, am ehesten sieht man sie über der Wutachschlucht.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 1 Std. 45 Min.Karlsruhe
  • 2 Std. 10 Min.Stuttgart
  • 3 Std. 00 Min.Frankfurt am Main
  • 4 Std. 10 Min.München
  • 4 Std. 30 Min.Köln
  • 8 Std. 00 Min.Berlin

Gut zu wissen

  • Autofähre zwischen Konstanz und Meersburg

    Die Fähre der Stadtwerke Konstanz fährt 365 Tage im Jahr rund um die Uhr. Die Überfahrt dauert etwa 15 Minuten über 4,8 Kilometer. Tagsüber folgen die Schiffe dicht aufeinander. Nachts sind die Abstände größer.

  • Baden im Bodensee

    Ab Juni wird der See warm genug. In der Mitte ist er tief und kalt, und die Fahrrinnen der Kursschiffe sind kein Ort zum Schwimmen. An den ausgewiesenen Stellen bleiben.

  • Feuer und Grillen

    Im Wald und bis hundert Meter davor ist offenes Feuer ganzjährig verboten. Grillstellen sind ausgewiesen, und bei anhaltender Trockenheit werden auch die gesperrt.

  • Hunde in den Schutzgebieten

    Im Nationalpark Schwarzwald und in den Naturschutzgebieten der Alb gehören Hunde an die Leine, im übrigen Wald genügt sicheres Abrufen. In den Wacholderheiden weiden Schafe, und Herdenschutzhunde reagieren auf freilaufende Hunde.

  • Steigungen und enge Täler

    Die Schwarzwaldhochstraße steigt gleichmäßig und bleibt unter zehn Prozent. Zweistellig wird es am Kandel über Waldkirch mit bis zu fünfzehn Prozent und am Schauinsland aus dem Münstertal. Bei Nässe und im Winter zählt die Bereifung mehr als die Motorleistung.

  • Auerhuhn im Hochschwarzwald

    Dort lebt eine der letzten Auerhuhn-Populationen Deutschlands, noch etwa zwei- bis dreihundert Tiere. Im Naturschutzgebiet Feldberg gilt ganzjährig ein Wegegebot, im Winter kommen gesperrte Ruheflächen dazu. Aufgescheuchte Vögel verbrauchen Reserven, die im Winter knapp sind, und von März bis Mitte Juli leidet die Brut.

Geschützte Landschaften

Nationalpark
Schwarzwald

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Baden-Württemberg trägt den Schwarzwald, den deutschen Anteil am Bodensee und die Schwäbische Alb. Dazu kommen das Donautal, der Kraichgau und der Odenwald im Norden.

Der Bodensee ist im Sommer die volle Adresse, der Schwarzwald hat mehr Platz und mehr Schatten. Viele Plätze liegen an Flüssen, und an heißen Tagen zählt das mehr als jede Ausstattung.

Häufige Fragen