
Camping in Bayern
Bayern hört nicht bei den Alpen auf. Der Süden trägt die Berge und die großen Seen, in der Mitte liegen das Altmühltal und das Fränkische Seenland, im Osten steht der Bayerische Wald, und das nördliche Drittel ist Franken, mit den Weinbergen am Main.
Das Jahr in dieser Region
Oktober: Abfischen im Aischgrund
Entlang der Aisch liegen über 7.000 Teiche, die Karpfenteichwirtschaft reicht dort mehr als tausend Jahre zurück. Ab September kommen die Fische mit dem Netz aus den abgelassenen Weihern. Im Oktober laufen die TeichKulturWochen mit Führungen durch die Teichlandschaft. Seit 2012 ist die Herkunft des Aischgründer Karpfens geschützt.
Mitte des Monats geht die Sonne um 7:34 auf und um 18:26 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 52 Minuten Tageslicht.
Was die Natur in diesem Monat macht
- Äpfel: Erntebeginn um den 5. Oktober (meist zwischen 26. September und 12. Oktober)
- Buchen: Herbstfärbung um den 12. Oktober (meist zwischen 5. Oktober und 19. Oktober)
- Eichen: Herbstfärbung um den 20. Oktober (meist zwischen 12. Oktober und 27. Oktober)
Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 1172 Stationen der Region, typischer Tag.
Touren in dieser Region
Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.
- Wandern
Goldsteig
Der längste Qualitätswanderweg Deutschlands zieht sich durch den Bayerischen und den Oberpfälzer Wald, in einer Nord- und einer Südvariante. Die Nordroute läuft über die Kämme mit Blick bis nach Böhmen, die Südroute sanfter über die Höhenzüge des Vorderen Bayerischen Waldes. Oben stehen Urwaldreste mit Bäumen, die nie gefällt wurden.
660 kmMehrtagestour
- Wandern
Altmühltal-Panoramaweg
Der Weg wechselt ständig zwischen den Höhen über dem Altmühltal und dem Fluss selbst. Oben stehen Wacholderheiden und weiße Kalkfelsen, die aus dem Jurameer stammen, unten mäandert die Altmühl langsam durch Wiesen. In den Steinbrüchen am Weg darf man selbst nach Fossilien klopfen.
202,9 kmMehrtagestour
- Wandern
Frankenweg
Vom Frankenwald bis an den Rand der Schwäbischen Alb, quer durch das, was Franken ausmacht: Buchenwald, Streuobst, Sandsteinfelsen und Wacholderheiden. Der Weg lässt die großen Städte aus und läuft zu vier Fünfteln auf naturnahen Wegen und Feinschotter. In der Fränkischen Schweiz häufen sich die Felsnadeln und Höhlen.
523 kmMehrtagestour
- Radfahren
Bodensee-Königssee-Radweg
Der Klassiker entlang des Alpenrands, von Lindau bis Berchtesgaden, mit den Bergen immer zur Rechten. Die Strecke führt an Seen, Klöstern und Moorlandschaften vorbei und bleibt dabei überwiegend im Voralpenland, also fahrbar ohne Bergerfahrung. Die größten Anstiege liegen im Allgäu, wo die Route bei Oy-Mittelberg fast tausend Meter erreicht.
455,8 km3530 HöhenmeterMehrtagestour
- Radfahren
Altmühltal-Radweg
Der Weg folgt der Altmühl von Gunzenhausen bis Kelheim, wo sie in die Donau mündet, fast durchgehend auf der Talsohle. Links und rechts stehen die weißen Jurafelsen, dazwischen liegen Wacholderheiden. Am Ende wartet der Donaudurchbruch bei Weltenburg, den man mit dem Schiff durchfährt.
244,8 kmMehrtagestour
- Radfahren
Main-Radweg
Der Main gilt als der freundlichste Fluss zum Radfahren: kaum Steigung, zu neun Zehnteln asphaltiert, und alle paar Kilometer ein Ort mit Weinstube. Der Weg folgt den großen Schleifen durch Franken, an Würzburg, Volkach und Wertheim vorbei. An den Südhängen stehen die Weinberge, an den Nordhängen der Wald.
608,9 kmMehrtagestour
- Kanu
Main
Der Main ist breit, ruhig und für Paddler gut erschlossen, mit Sportbootschleusen an den meisten Staustufen. Man treibt durch die Weinbergschleifen Frankens, vorbei an Fachwerkorten und alten Steinbrücken. Weil auch Frachtschiffe fahren, hält man sich rechts und bleibt sichtbar.
354 kmMehrtagestour
- Kanu
Fränkische Saale
Ein kleiner, klarer Fluss am Südrand der Rhön, an vielen Stellen von Bäumen gesäumt, deren Äste tief über das Wasser hängen. Er fließt langsam und ist über weite Strecken von Wehren aufgestaut, gepaddelt wird die Strecke also aus eigener Kraft. An den Kurorten unterwegs lohnt sich eine Pause an den Salinen.
58,3 km
Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.
Tiere, die man hier trifft
ganzjährigLuchs
Der Luchs war in Deutschland ausgerottet und ist durch Auswilderungen zurückgekehrt, im Harz, im Bayerischen Wald und seit 2016 im Pfälzerwald. Ihn frei zu sehen ist Glückssache, seine Spuren im Schnee dagegen findet man oft.
ganzjährigBiber
Den Biber selbst sieht man selten, seine Arbeit dafür überall: angespitzte Stämme am Ufer, Dämme quer über den Bach, gestaute Flächen voller Totholz. Wer in der Dämmerung still am Wasser sitzt, hört ihn zuerst.
ganzjährigSteinadler
In den bayerischen Alpen brüten rund fünfzig Paare, jedes mit einem Revier von vielen Quadratkilometern. Am besten sucht man ihn nicht an den Gipfeln, sondern über den Hängen, wo die warme Luft aufsteigt und er ohne Flügelschlag kreist.
Mai bis SeptemberMurmeltier
Oberhalb der Baumgrenze sitzen die Murmeltiere vor ihren Bauen und halten Wache. Kommt jemand zu nah, pfeift der Wächter, und die ganze Kolonie verschwindet gleichzeitig im Boden.
Bilder: Freepik
Dunkler Himmel
Von DarkSky International anerkannte Orte.
Sternenpark Bayerischer Wald
Seit 2025 anerkannt, einer der jüngsten im Land. Auf den Hochlagen des Bayerischen Waldes ist der Himmel im Winter besonders klar, wenn die Luft kalt und trocken über den Kämmen steht.
Sternenpark Rhön
Das Biosphärenreservat im Dreiländereck gehört zu den dunkelsten Gegenden Mitteldeutschlands. Auf der Hohen Geba stehen Beobachtungsplattformen für Teleskope, dazu ein Dutzend Himmelsschauplätze mit Liegen und Sternkarten unter freiem Himmel.
Winklmoosalm
Die Alm liegt auf 1200 Metern über Reit im Winkl, oberhalb der Dunstschicht, die im Tal hängt. Dazu schirmen die Berge das Licht der Orte ringsum ab.
Anreise
- 1 Std. 15 Min.München
- 3 Std. 00 Min.Nürnberg
- 3 Std. 30 Min.Stuttgart
- 5 Std. 00 Min.Frankfurt am Main
- 7 Std. 00 Min.Berlin
- 8 Std. 30 Min.Hamburg
Gut zu wissen
Maut auf der Rossfeld Panoramastraße
Die Panoramastraße über dem Berchtesgadener Land ist ganzjährig befahrbar und mautpflichtig. An der Mautstation wird je nach Fahrzeug kassiert. Übernachten und Campen entlang der Strecke ist nicht gestattet.
Bergstraßen und Maut
Manche Talstraßen sind eng und haben Gewichtsgrenzen, einzelne Zufahrten in die Seitentäler sind für den privaten Autoverkehr ganz gesperrt. Wer weiter nach Österreich fährt, braucht bis 3,5 Tonnen technisch zulässiger Gesamtmasse die Vignette, darüber die GO-Box. Wohnmobile, die vor Dezember 2023 mit 3,5 Tonnen zugelassen waren, behalten die Vignette bis Ende Januar 2029. Brenner und Tauern kosten zusätzlich.
Hunde und Weidevieh
Auf Almweiden gilt: Abstand zu Mutterkühen, Hund an der kurzen Leine, und wenn eine Kuh angeht, den Hund loslassen und selbst zur Seite gehen. Weidezäune immer wieder schließen.
Feuer im Wald
Offenes Feuer ist im Wald und bis hundert Meter davor ganzjährig verboten. Gegrillt wird auf ausgewiesenen Plätzen, und bei hoher Waldbrandgefahr werden auch die gesperrt.
Wild in der Dämmerung
In den Alpentälern queren vor allem Rehe die Straßen, früh und spät am Tag. Gämsen stehen im Sommer meist über der Waldgrenze und kommen erst im Winter in tiefere, bewaldete Lagen herunter. In dieser Zeit gelten in den Schutzgebieten Wegegebote, damit das Wild nicht aufgescheucht wird und seine Reserven verliert.
Baden in Bergseen
Die Seen bleiben auch im Hochsommer kühl, oft unter zwanzig Grad. Der Walchensee ist fast zweihundert Meter tief und bekommt kaltes Wasser aus Rißbach und Isar. Nicht weit hinausschwimmen, und nach der Bergtour nicht sofort hinein.
Geschützte Landschaften
- Nationalpark
- Bayerischer WaldBerchtesgaden
- Biosphärenreservat
- Rhön
- Naturpark
- Augsburg - Westliche WälderBayerische RhönBayerischer OdenwaldBayerischer WaldFichtelgebirgeFrankenhöheFrankenwaldFränkische Schweiz - FrankenjuraHaßbergeHirschwaldKarwendelNagelfluhketteNördlicher Oberpfälzer WaldOberer Bayerischer WaldOberpfälzer WaldSpessartSteigerwaldSteinwaldTiroler Lech
Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Über diese Region
Bayern hat die Alpen, und es hat alles davor. Zwischen Bodensee und Berchtesgaden liegen Allgäu, Werdenfelser Land und Chiemgau, weiter nördlich der Bayerische Wald, die Fränkische Schweiz und das Altmühltal.
In den Bergen ist die Saison kürzer, dafür haben dort viele Plätze auch im Winter offen. An den Seen wird es im Juli und August eng, im Juni und im September nicht.