Camping in Brandenburg

Brandenburg hat mehr Seen als jedes andere Bundesland und liegt trotzdem direkt vor Berlin. Der Spreewald mit seinen Fließen, die Uckermark mit ihren stillen Seen, das Havelland und im Süden das Lausitzer Seenland, das aus stillgelegten Tagebauen entstanden ist.

Das Jahr in dieser Region

Oktober: Bei Linum rasten die Kraniche

Mitte Oktober steht die Rast auf dem Höhepunkt. Über den Linumer Teichen im Rhinluch sammeln sich in guten Jahren mehr als hunderttausend Kraniche, eines der größten Rastgebiete Europas. Abends fliegen sie in langen Ketten zu den Schlafplätzen im flachen Wasser, morgens wieder hinaus auf die Felder.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:34 auf und um 18:17 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 43 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Äpfel: Erntebeginn um den 2. Oktober (meist zwischen 21. September und 11. Oktober)
  • Buchen: Herbstfärbung um den 19. Oktober (meist zwischen 11. Oktober und 24. Oktober)
  • Eichen: Herbstfärbung um den 21. Oktober (meist zwischen 15. Oktober und 28. Oktober)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 378 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    66-Seen-Wanderweg

    Ein Ring um Berlin, der von See zu See führt und dabei kaum je auf Asphalt kommt. Die Etappen enden fast immer an einem Bahnhof, meist an der Regionalbahn und an einigen Stellen an der S-Bahn, man kann also jederzeit ein- und aussteigen. Im Herbst färbt sich das Laub zwischen den Kiefern um die Seen, und an vielen liegt der Steg direkt am Weg.

    400 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Märkischer Landweg

    Von Fürstenberg an der Havel über die Uckermark bis an die Oder bei Mescherin, durch eine der am dünnsten besiedelten Ecken Brandenburgs. Der Weg führt durch das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin, in dem der Buchenwald Grumsin als Weltnaturerbe geschützt ist, und an Seen vorbei, an denen niemand steht. Abends hört man Kraniche, im Herbst zu Tausenden.

    216,1 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Gurkenradweg

    Die Runde durch den Spreewald, wo die Spree sich in Hunderte Fließe teilt und Erlen über dem Wasser stehen. Der Weg ist flach und führt an den Kähnen der Fährleute vorbei, die hier seit Generationen staken. Unterwegs verkaufen Höfe ihre eingelegten Gurken direkt am Zaun.

    268,3 kmRundtourMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Havel-Radweg

    Die Havel ist eher eine Kette von Seen als ein Fluss, und der Radweg folgt ihr von der Quelle in Mecklenburg bis zur Mündung in die Elbe. Zwischen Potsdam und Havelberg wird es weit: Wiesen, Schilf und Storchennester auf den Dächern. Fast durchgehend flach und gut beschildert.

    396 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Oder-Neiße-Radweg

    Entlang der Grenzflüsse von der Neiße bis zur Ostsee, überwiegend auf den Deichen. Weil zwischen Deich und Fluss niemand wohnt, ist die Oderaue ein Vogelgebiet ersten Ranges, im Herbst rasten hier Zehntausende Kraniche und Gänse. Der Wind kommt meist aus Westen, nordwärts hat man ihn also eher von der Seite als von vorn.

    635,5 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Spreeradweg

    Von der Quelle im Lausitzer Bergland bis nach Berlin, mit dem Spreewald als Mittelstück. Dort teilt sich der Fluss in ein Netz aus Fließen, und der Radweg quert sie auf kleinen Holzbrücken. Davor liegen die Seen der Lausitz, die aus alten Tagebauen entstanden sind, danach führt der Weg durch Kiefernwälder bis vor die Tore Berlins.

    400 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Kanu

    Märkische Umfahrt

    Eine Rundtour über Spree, Dahme und die Kanäle dazwischen, die man in beide Richtungen paddeln kann und bei der man am Ende wieder am Auto ankommt. Das Wasser ist ruhig, die meisten Schleusen bedient man selbst, an einigen Wehren trägt man um. An den Ufern stehen Kiefern und alte Mühlen.

    178,3 kmRundtourMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • Oktober

    Kranich

    Die Teiche bei Linum, eine Stunde nordwestlich von Berlin, sind der größte Binnenrastplatz Deutschlands. Im Oktober stehen dort mehrere Zehntausend Kraniche, und von den Beobachtungspunkten am Rand sieht man sie abends einfallen.

  • ganzjährig

    Seeadler

    Mit über zwei Metern Spannweite ist er kaum zu verwechseln. Der Nordosten trägt den größten Bestand Deutschlands, und über den Seen und Bodden steht meist einer in der Luft, sobald man eine Weile hinschaut.

  • ganzjährig

    Biber

    Den Biber selbst sieht man selten, seine Arbeit dafür überall: angespitzte Stämme am Ufer, Dämme quer über den Bach, gestaute Flächen voller Totholz. Wer in der Dämmerung still am Wasser sitzt, hört ihn zuerst.

  • ganzjährig

    Fischotter

    Brandenburg ist eines der wenigen Länder, in denen der Otter nie ganz verschwunden war. Er jagt nachts und hinterlässt an flachen Uferstellen Rutschbahnen im Schlamm, an denen man erkennt, dass er da war.

Bilder: Freepik

Dunkler Himmel

Von DarkSky International anerkannte Orte.

  • Naturpark Westhavelland

    Der erste anerkannte Sternenpark Deutschlands, seit 2014. Eine Autostunde westlich von Berlin und trotzdem dunkel genug, dass die Milchstraße von Horizont zu Horizont steht.

  • Kyritz-Ruppiner Heide

    Anerkannt seit Ende 2025. Der ehemalige Truppenübungsplatz ist weite offene Heide ohne Ort und ohne Straßenlaterne, und genau das macht ihn nachts so dunkel.

Anreise

  • 1 Std. 15 Min.Berlin
  • 1 Std. 45 Min.Dresden
  • 2 Std. 30 Min.Leipzig
  • 5 Std. 00 Min.Hamburg
  • 5 Std. 30 Min.Hannover
  • 8 Std. 15 Min.München

Gut zu wissen

  • Seilfähre zwischen Caputh und Geltow

    Die Tussy II fährt mit Motorkraft an drei Stahlseilen über die Havel und verbindet Caputh mit Geltow. Gefahren wird täglich vom frühen Morgen bis in den Abend. Bei Sturm oder Nebel ruht der Betrieb. Ebenso bei sehr hohem oder sehr niedrigem Wasserstand.

  • Tagebauseen und ihre Ufer

    In der Lausitz ist ein großer Teil der Tagebauseen freigegeben und außergewöhnlich klar. Genutzt werden darf dabei nur, was mit gelben Bojen markiert ist. Einzelne Ufer bleiben gesperrt, weil der Boden nachrutschen kann. Diese Absperrungen sind kein Formalismus.

  • Feuer im Kiefernwald

    Brandenburg ist das Land der Kiefer, mit sandigem Boden und wenig Regen. Feuer und Rauchen sind im Wald und bis fünfzig Meter davor ganzjährig verboten, unabhängig von der Warnstufe. Gegrillt wird auf den ausgewiesenen Plätzen.

  • Wochenenden gehören Berlin

    Aus der Stadt ist man in einer Stunde am Wasser, und ab Freitagmittag sind die Plätze im Umland belegt. Unter der Woche steht man fast überall allein.

  • Kraniche und Seeadler

    In der Uckermark und im Odertal brüten Seeadler und Kraniche. Um die Horste gilt ein Schutzkreis von dreihundert Metern, beim Seeadler ab Januar, beim Kranich bis Ende Juni.

  • Fließe im Spreewald

    Die Wasserwege sind Verkehrswege, keine Badestellen. Wer mit dem Kanu unterwegs ist, hält sich rechts und macht Platz für die Kähne. Nicht jeder Verleiher nimmt Hunde mit. Wo sie erlaubt sind, bleiben sie die Fahrt über im Boot.

Geschützte Landschaften

Nationalpark
Unteres Odertal
Biosphärenreservat
Flusslandschaft Elbe - BrandenburgSchorfheide-ChorinSpreewald
Naturpark
Dahme-HeideseenHoher FlämingNiederlausitzer LandrückenSchlaubetalStechlin-Ruppiner LandUckermärkische SeenWesthavelland

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Die Plätze liegen fast immer am Wasser, im Spreewald direkt am Fließ, in der Uckermark an den Seen und in der Lausitz an den neuen Ufern. Kanu und Boot gehören hier zur Grundausstattung, und viele Gastgeber verleihen beides.

Weil Berlin so nah ist, sind die Wochenenden voll und die Wochen leer. Wer Ruhe sucht, fährt in die Uckermark oder in den Nordosten.

Häufige Fragen