Camping in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern hat die längste Küste Deutschlands und dazu über tausend Seen im Binnenland. Vor der Küste liegen Rügen, Usedom und Hiddensee, dahinter die flachen Bodden, im Süden die Seenplatte mit der Müritz. Es ist das am dünnsten besiedelte Bundesland, und das ist auf den Plätzen zu merken.

Das Jahr in dieser Region

Oktober: Zehntausende Kraniche über dem Bodden

Von September bis November ziehen bis zu 70.000 Kraniche durch den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Im Oktober fliegen sie abends in Ketten zu den Schlafplätzen und stehen die Nacht über im flachen Wasser. Am Günzer See steht das Kranorama. Seit September 2025 gehört es zum NABU-Zentrum Kranichwelten.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:38 auf und um 18:16 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 38 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Äpfel: Erntebeginn um den 9. Oktober (meist zwischen 29. September und 17. Oktober)
  • Buchen: Herbstfärbung um den 20. Oktober (meist zwischen 13. Oktober und 25. Oktober)
  • Eichen: Herbstfärbung um den 25. Oktober (meist zwischen 19. Oktober und 30. Oktober)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 294 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Müritz-Nationalpark-Wanderweg

    Der Weg führt quer durch den größten Waldnationalpark Deutschlands, mit Kiefern, Buchen und über hundert Seen. Seeadler brüten hier ab dem Spätwinter, Fischadler ab April, und im Oktober rasten Kraniche zu Tausenden. An den Beobachtungsständen bleibt man länger als geplant.

    172,9 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Hochuferweg Sassnitz–Lohme

    Elf Kilometer oben auf der Kreideküste von Rügen, durch den Buchenwald des Nationalparks, der zum Welterbe gehört. Zwischen den Stämmen öffnet sich immer wieder der Blick hinunter aufs Wasser, am Königsstuhl am Ende aus 118 Metern. Der Weg ist schmal und wurzelig, und er lohnt sich am frühen Morgen am meisten.

    11,2 km

    GPXKarte

  • Radfahren

    Mecklenburgischer Seen Rundweg

    Eine Runde durch das Sternberger Seenland und die Nossentiner Heide im Westen der Mecklenburgischen Seenplatte, der größten zusammenhängenden Seenlandschaft Deutschlands. Zwischen den Seen liegen Kiefern- und Laubwälder, Alleen und Gutshäuser, und der Weg berührt immer wieder das Wasser. Die Steigungen sind kurz, die Abschnitte zwischen zwei Orten selten lang.

    265 kmRundtourMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Ostseeküsten-Radweg

    Die längste Küstenroute Deutschlands, von der dänischen Grenze bis nach Polen, überwiegend flach mit kurzen Anstiegen an den Steilküsten. Sie läuft mal auf dem Deich, mal durch Alleen aus alten Linden, mal direkt an der Promenade. Weil die Etappen durch Fähren unterbrochen werden, plant man mit den Abfahrtszeiten.

    1.075 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Müritz Rundweg

    Einmal um die Müritz, den größten See, der ganz in Deutschland liegt. Im Osten führt der Weg durch den Nationalpark und bleibt im Wald, im Westen am Ufer entlang durch die Badeorte. Flach genug für einen Tag, schön genug für zwei.

    83 kmRundtour

    GPXKarteWebsite

  • Kanu

    Wasserwanderstrecke Obere Havel im Müritz-Nationalpark

    Die obere Havel im Nationalpark ist schmal, klar und von Erlen überwachsen, streckenweise paddelt man wie durch einen Tunnel. Motorboote sind hier ausgeschlossen, es ist entsprechend still. Die Strecke füllt mit ihren 23 Kilometern und vier Umtragestellen einen Tag und eignet sich als Einstieg ins Wasserwandern.

    22,5 km

    GPXKarteWebsite

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • September bis Oktober

    Kranich

    In der Boddenkette südlich von Darß und Zingst rasten im Herbst zeitweise mehr als 70.000 Kraniche, einer der wichtigsten Rastplätze Mitteleuropas. Der Abend ist der Moment, in dem sie von den Feldern zu den Schlafplätzen im flachen Wasser einfliegen.

  • ganzjährig

    Kegelrobbe

    Das größte Raubtier der Ostsee war hier fast ausgestorben und ist seit den neunziger Jahren zurück. Auf den Sandbänken vor Rügen und um die Greifswalder Oie liegen die Tiere zum Ruhen, mit etwas Glück vom Ausflugsschiff aus zu sehen.

  • ganzjährig

    Seeadler

    Mit über zwei Metern Spannweite ist er kaum zu verwechseln. Der Nordosten trägt den größten Bestand Deutschlands, und über den Seen und Bodden steht meist einer in der Luft, sobald man eine Weile hinschaut.

  • April bis September

    Fischadler

    Der Fischadler baut sein Nest gern auf Strommasten, deshalb steht es oft frei sichtbar über der Landschaft. Beim Jagen stößt er aus zwanzig Metern Höhe ins Wasser und kommt mit dem Fisch in den Fängen wieder hoch.

Bilder: Freepik

Dunkler Himmel

Von DarkSky International anerkannte Orte.

  • Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide

    Seit Dezember 2025 anerkannt. Kiefernwald, Heide und stille Seen zwischen Krakow am See und Malchow, mit weiten Flächen, auf denen nach Einbruch der Dunkelheit gar kein Licht mehr brennt.

Anreise

  • 0 Std. 45 Min.Rostock
  • 3 Std. 15 Min.Berlin
  • 3 Std. 30 Min.Hamburg
  • 5 Std. 30 Min.Leipzig
  • 5 Std. 45 Min.Hannover
  • 9 Std. 00 Min.Köln

Gut zu wissen

  • Kein Feuer im Nationalpark

    Die Verordnung für den Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft verbietet es, Feuer zu entzünden. Das gilt auf der ganzen Fläche, auch am Strand. Im Wald und im Abstand von fünfzig Metern davor ist Feuer landesweit untersagt.

  • Kranichrast im Herbst

    Zwischen Rügen und dem Darß rasten im Oktober zehntausende Kraniche. Die Beobachtungsplätze sind ausgeschildert; auf eigene Faust an die Schlafplätze zu gehen, vertreibt die Vögel und ist verboten.

  • Bodden sind flach

    Die Boddengewässer sind flach und erwärmen sich schnell. Die Darß-Zingster Kette misst im Mittel zwei Meter, der größere Greifswalder Bodden knapp sechs. Für Segler heißt das: auf die Fahrrinnen achten, denn außerhalb sitzt man schneller fest, als man denkt.

  • Hunde am Strand

    Die Gemeinden regeln es einzeln. An vielen Abschnitten dürfen Hunde erst nach dem Ende der Badesaison auf den allgemeinen Strand, meist ab dem 1. Oktober, in Kühlungsborn erst ab dem 1. November. In der Hauptsaison gelten die ausgewiesenen Hundestrände, mancherorts zusätzlich Randzeiten am frühen Morgen und am Abend. Im Nationalpark Jasmund gilt Leinenpflicht.

  • Brücken nach Usedom

    Beide Zufahrten werden für die Schifffahrt geöffnet, die Peenebrücke in Wolgast und die Zecheriner Brücke. Die Öffnungszeiten hängen aus; eine Sperrung dauert bis zu dreißig Minuten.

  • Alleen und Kopfsteinpflaster

    Die alten Alleen sind eng und die Bäume stehen dicht am Fahrbahnrand. Auf manchen Nebenstrecken liegt noch altes Kopfsteinpflaster, das bei Nässe rutschig wird.

Geschützte Landschaften

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Zwei Reiseziele in einem Land: an der Küste stehen die Plätze hinter der Düne, an der Seenplatte am eigenen Steg. Wer beides will, rechnet zwischen Ostseestrand und Müritz mit gut zwei Stunden Fahrt.

Das Land ist dünn besiedelt, und das merkt man auf den Plätzen. Hauptsaison sind Juli und August; im Mai und September findet man auch strandnah noch etwas.

Häufige Fragen