Camping in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalen ist dichter besiedelt als jedes andere Flächenland und hat trotzdem große stille Flächen. Die Eifel mit ihrem Nationalpark und einem als Sternenpark ausgewiesenen Nachthimmel, das Sauerland mit seinen Talsperren, das flache Münsterland mit den Alleen und im Norden der Teutoburger Wald.

Das Jahr in dieser Region

Oktober: Buchenlaub am Rothaarsteig

Im Oktober verfärbt sich das Buchenlaub. Erst wird es blassgelb, dann orangerot. Der Rothaarsteig führt auf gut 157 Kilometern von Brilon nach Dillenburg über den Kamm des Rothaargebirges. Unterwegs liegen die Quellen von Ruhr, Eder, Sieg und Lahn. Höchster Punkt ist der Langenberg mit 843 Metern.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:53 auf und um 18:38 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 45 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Buchen: Herbstfärbung um den 16. Oktober (meist zwischen 7. Oktober und 22. Oktober)
  • Eichen: Herbstfärbung um den 23. Oktober (meist zwischen 14. Oktober und 1. November)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 711 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Rothaarsteig

    Der Weg der Sinne läuft über den Kamm des Rothaargebirges, von Brilon bis Dillenburg, meist auf Waldwegen und naturnahen Pfaden. Hier entspringen Lahn, Eder und Sieg innerhalb weniger Kilometer. Oben stehen Hochheiden und alte Buchen, und am Weg liegt die Wisent-Wildnis, in der eine Herde Wisente in einem weitläufigen Waldgehege lebt.

    152,8 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Eifelsteig

    Von Aachen bis Trier quer durch die Eifel, mit ständigem Wechsel: Moore im Hohen Venn, Felsen im Gerolsteiner Land, Maare mit rundem, tiefblauem Wasser. Die Maare sind Krater längst ruhender Vulkane, die sich mit Grundwasser gefüllt haben. Der Nationalpark Eifel am Anfang ist Sternenpark, nachts sieht man die Milchstraße.

    315,6 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Hermannsweg

    Der Weg folgt dem Höhenzug des Teutoburger Waldes über mehr als hundert Kilometer, über weite Strecken auf dem Kamm, steigt zwischendurch aber immer wieder in die Täler und Pässe ab. Unterwegs liegen die Externsteine, eine Reihe bis zu vierzig Meter hoher Sandsteinnadeln, die senkrecht aus dem Wald ragen. Viel Buchenwald, dazwischen Kiefern und Fichten auf den Sandböden, im Herbst besonders schön.

    166,1 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Ruhrtalradweg

    Von der Quelle im Sauerland bis zum Rhein bei Duisburg, mit dem Ruhrgebiet in der Mitte, das an dieser Strecke grüner ist als sein Ruf. Der Weg folgt meist dem Ufer und führt durch Auen, an Stauseen und Zechen vorbei. Fast durchgehend gefällig, weil es meistens bergab geht.

    235,6 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Römer-Lippe-Route

    Der Weg beginnt am Hermannsdenkmal bei Detmold, folgt ab Bad Lippspringe der Lippe und dabei der Linie, an der die Römer ihre Lager bauten, und endet in Xanten am Rhein. Die Lippeauen sind abschnittsweise renaturiert: Der Fluss darf wieder mäandern, und auf den Wiesen brüten Kiebitze und Große Brachvögel. Zwölf Themenschleifen zweigen von der Hauptroute ab, die längste misst neununddreißig Kilometer.

    303 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    100 Schlösser Route

    Eine Runde durch das Münsterland, überwiegend eben, mit einzelnen Steigungen in den Baumbergen und im Tecklenburger Land, auf schmalen Wirtschaftswegen zwischen Hecken und Weiden. Die Wasserschlösser liegen in ihren Gräben verteilt über die ganze Strecke, viele mit altem Baumbestand ringsum. Vier Teilrunden lassen sich einzeln fahren.

    962,3 kmMehrtagestour

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  • Kanu

    Wupper

    Die Wupper hat sich ein enges, bewaldetes Tal gegraben, und man paddelt dicht an steilen Hängen entlang. Es gibt lebhafte Abschnitte mit kleinen Schwällen, die nicht schwer, aber auch nicht langweilig sind. Die Wasserqualität hat sich seit den neunziger Jahren deutlich verbessert, und heute leben wieder Fische im Fluss, bis hin zum Lachs.

    40 km

    GPXKarte

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Im September beginnt die Brunft, und dann röhren die Hirsche vor allem früh am Morgen, am Abend und in der Nacht. Man hört sie schon von weitem, und an den Wildwiesen vieler Reviere stehen Kanzeln, von denen aus man zuschauen darf.

  • ganzjährig

    Wisent

    Das schwerste Landtier Europas wiegt bis zu einer Tonne. Am Rothaarsteig lebt eine Herde in der Wisent-Wildnis, einem weitläufigen Waldgehege, durch das ein Pfad führt.

  • ganzjährig

    Biber

    Den Biber selbst sieht man selten, seine Arbeit dafür überall: angespitzte Stämme am Ufer, Dämme quer über den Bach, gestaute Flächen voller Totholz. Wer in der Dämmerung still am Wasser sitzt, hört ihn zuerst.

  • Februar bis Juni

    Uhu

    Die größte Eule Europas brütet auf Felsbändern und in alten Steinbrüchen. Ab Februar ruft das Männchen in der Dämmerung, ein tiefes, weiches Buh, das über das ganze Tal trägt.

Bilder: Freepik

Dunkler Himmel

Von DarkSky International anerkannte Orte.

  • Nationalpark Eifel

    Der einzige Sternenpark im dicht besiedelten Westen. An der Sternenwarte Vogelsang gibt es Führungen, aber auch von den SternenBlicken rund um den Nationalpark sieht man in klaren Nächten Tausende Sterne.

Anreise

  • 1 Std. 15 Min.Dortmund
  • 1 Std. 45 Min.Köln
  • 1 Std. 45 Min.Düsseldorf
  • 2 Std. 00 Min.Kassel
  • 3 Std. 30 Min.Hannover
  • 3 Std. 35 Min.Frankfurt am Main

Gut zu wissen

  • Rheinfähren statt Brücken

    Zwischen den großen Brücken queren kleine Autofähren den Rhein, etwa von Langst nach Kaiserswerth oder von Zons nach Urdenbach. Einen festen Fahrplan gibt es nicht. Sie pendeln nach Bedarf und legen ab, sobald jemand am Ufer wartet. Von Montag bis Freitag beginnt der Betrieb früher als am Wochenende und an Feiertagen. Im Hochwinter macht die Fähre bei Kaiserswerth Betriebspause.

  • Wildnis im Nationalpark Eifel

    Große Teile bleiben unberührt. Weil dort viele alte Bäume stehen bleiben, rät die Verwaltung bei Sturm, Schnee und Gewitter vom Betreten des Waldes ab; wo abgestorbene Fichten stehen, weisen Schilder auf die betroffenen Wegeabschnitte hin. Im ganzen Park gilt striktes Wegegebot; auf der Dreiborner Hochfläche, bis 2005 Truppenübungsplatz, hat das zusätzlich Sicherheitsgründe.

  • Talsperren sind Trinkwasser

    An vielen Sperren im Sauerland ist Baden verboten, weil sie der Trinkwasserversorgung dienen. Wo es erlaubt ist, steht es ausdrücklich dran. Der Möhnesee und der Biggesee haben ausgewiesene Badestellen.

  • Feuer im Wald

    Offenes Feuer ist ganzjährig verboten, auch auf den Grillhütten außerhalb der freigegebenen Zeiten. Nach den Trockenjahren stehen viele Fichtenbestände tot und brennen leicht.

  • Leine im Schutzgebiet

    In den Naturschutzgebieten der Eifel und des Rothaargebirges gilt Leinenpflicht, im Nationalpark ganzjährig; sonst muss der Hund an die Leine, sobald er den Weg verlässt. Wildkatzen und Rotwild reagieren empfindlich auf freilaufende Hunde.

  • Wochenenden sind voll

    Das Sauerland fängt gleich hinter dem Ruhrgebiet an, und das merkt man. Von Freitagmittag bis Sonntag sind die Plätze belegt; unter der Woche findet man fast überall etwas.

Geschützte Landschaften

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Im Sauerland stauen über ein Dutzend Talsperren das Wasser, und an den größeren liegen die Plätze am Ufer. In der Eifel und im Münsterland geht es flacher zu, dort führen die Radwege oft direkt am Platz vorbei.

Aus dem Ruhrgebiet ist man in einer Stunde draußen, und das prägt die Plätze. An Wochenenden sind sie gut belegt, unter der Woche findet man fast überall etwas.

Häufige Fragen