Camping in Rheinland-Pfalz

Rheinland-Pfalz ist Weinland und Waldland zugleich. An Mosel, Rhein und Ahr stehen die Plätze zwischen den Steillagen, im Pfälzerwald liegt das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands, und in der Eifel haben die Vulkane runde Maare hinterlassen, die heute tiefe Seen sind.

Das Jahr in dieser Region

Oktober: Die Keschde fallen im Pfälzerwald

Vom 1. Oktober bis Mitte November laufen die Pfälzer Keschdewochen, von Hauenstein bis Neustadt an der Weinstraße. Der Keschdeweg verbindet die Orte auf rund 60 Kilometern. In den Forstämtern Annweiler und Haardt wachsen etwa 3.000 Hektar Edelkastanie, gut die Hälfte des deutschen Bestands. Die Römer brachten den Baum mit.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:51 auf und um 18:41 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 50 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Buchen: Herbstfärbung um den 14. Oktober (meist zwischen 5. Oktober und 20. Oktober)
  • Eichen: Herbstfärbung um den 20. Oktober (meist zwischen 11. Oktober und 27. Oktober)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 406 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Moselsteig

    Der Weg begleitet die Mosel von Perl bis Koblenz auf den Hängen über dem Fluss, immer wieder durch die steilsten Weinberge Europas. An manchen Stellen steht der Schiefer so schräg, dass die Reben an Einzelpfählen wachsen und nur von Hand zu erreichen sind. Unten liegen die Schleifen des Flusses wie ausgelegt.

    366,4 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Rheinsteig

    Die rechte Rheinseite von Bonn bis Wiesbaden, hoch über dem Strom und fast immer auf schmalen Pfaden. Das Mittelrheintal gehört zum Weltkulturerbe, und von oben sieht man die Burgenkette und die Schleife bei der Loreley. Der Weg steigt oft und steil, dafür ist die Aussicht durchgehend.

    320 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Rheinburgenweg

    Die linke Seite des Mittelrheins, ruhiger als das gegenüberliegende Ufer und mit Blick auf die Burgen der anderen Seite. Der Weg führt durch Seitentäler, die kaum jemand kennt, und über Trockenhänge, auf denen Orchideen und Smaragdeidechsen leben. Die Bahn unten im Tal macht Rundwege leicht.

    196 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Pfälzer Waldpfad

    Von Kaiserslautern bis an die französische Grenze durch das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. Aus dem Wald ragen rote Sandsteinfelsen, auf vielen stehen Burgruinen. Der Pfälzerwald ist Biosphärenreservat und geht jenseits der Grenze in die Nordvogesen über.

    142,9 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Mosel-Radweg

    Der Radweg bleibt fast überall auf Höhe des Wassers und folgt jeder Schleife, was die Strecke lang und die Steigungen gleich null macht. Links und rechts ziehen die Steillagen hoch, dazwischen liegen Winzerorte mit engen Gassen. Fähren queren den Fluss an vielen Stellen.

    248 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Rheinradweg

    Der deutsche Abschnitt des Rheinradwegs führt durch das Mittelrheintal, wo der Strom sich ein enges Tal durch das Schiefergebirge gegraben hat. Auf beiden Seiten stehen Burgen in Sichtweite zueinander, dazwischen liegen die steilsten Weinberge am Fluss. Flach, gut ausgebaut und in beide Richtungen fahrbar.

    1.528,6 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Naheradweg

    Die Nahe entspringt im Saarland bei Selbach und mündet bei Bingen in den Rhein, und der Radweg folgt ihr auf ganzer Länge. Kurz vor dem Ende liegt der Rotenfels, mit rund zweihundert Metern die höchste Steilwand nördlich der Alpen außerhalb des Hochgebirges. Auf den Felsbändern wachsen seltene, wärmeliebende Arten wie der Felsahorn, der seinen Verbreitungsschwerpunkt im Mittelmeerraum hat.

    128 km

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  • Kanu

    Lahn

    Die Lahn ist einer der bekanntesten Kanuflüsse Deutschlands, weil sie ruhig fließt, auf rund 160 Kilometern durchgehend befahrbar ist und über weite Strecken durch ein enges, bewaldetes Tal führt. An den Schleusen kann man umtragen oder mitschleusen. Unterwegs liegen Kanustationen, Zeltplätze und ausgewiesene Ein- und Ausstiegsstellen, an denen man das Boot ans Ufer zieht.

    160 kmMehrtagestour

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • ganzjährig

    Wildkatze

    Die Wildkatze braucht alten Laubwald mit Totholz und Deckung, und genau den gibt es hier. Sie ist scheu und dämmerungsaktiv, weshalb die meisten Gäste ihr in einem Wildkatzengehege begegnen oder auf einem der Erlebnispfade ihrer Spur folgen.

  • ganzjährig

    Luchs

    Der Luchs war in Deutschland ausgerottet und ist durch Auswilderungen zurückgekehrt, im Harz, im Bayerischen Wald und seit 2016 im Pfälzerwald. Ihn frei zu sehen ist Glückssache, seine Spuren im Schnee dagegen findet man oft.

  • März bis Juni

    Wanderfalke

    Das schnellste Tier der Welt erreicht im Sturzflug über 300 Kilometer in der Stunde. Er brütet an den Felswänden über den Flüssen, und in der Brutzeit bleiben einzelne Kletterfelsen gesperrt, damit er in Ruhe aufzieht.

  • Mai bis August

    Smaragdeidechse

    An den heißen Trockenhängen über dem Mittelrhein lebt eine der wenigen deutschen Populationen. Die Männchen sind im Frühjahr leuchtend grün mit blauer Kehle, und an Steinmauern sonnen sie sich am Vormittag.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 1 Std. 00 Min.Koblenz
  • 1 Std. 00 Min.Trier
  • 2 Std. 00 Min.Köln
  • 2 Std. 30 Min.Frankfurt am Main
  • 3 Std. 50 Min.Stuttgart
  • 7 Std. 00 Min.Hamburg

Gut zu wissen

  • Am Mittelrhein queren Fähren

    Zwischen Koblenz und Bingen liegt auf rund sechzig Kilometern keine Brücke über den Rhein. Wer ans andere Ufer will, nimmt eine Fähre. Die Loreley-Fähre zwischen St. Goar und St. Goarshausen pendelt tagsüber etwa alle zwanzig Minuten.

  • Hochwasser an Mosel und Ahr

    Die Plätze direkt am Wasser schließen bei Hochwasser, vor allem zwischen November und März. An der Ahr ist nach der Flut von 2021 erst ein Teil der Plätze wieder in Betrieb, weitere werden aufgebaut. Ein Anruf vorher spart die Fahrt.

  • Steillagen und schmale Uferstraßen

    Die Straßen an der Mosel sind eng und kurvig, mit schmalen Ortsdurchfahrten und stellenweise niedrigen Unterführungen. Die Weinbergswege selbst sind für Zugmaschinen gedacht und nicht für Wohnmobile.

  • Feuer im Pfälzerwald

    Der Wald ist der größte zusammenhängende Deutschlands und im Sommer entsprechend trocken. Offenes Feuer ist ganzjährig verboten, und bei Waldbrandstufe vier sperren die Gemeinden auch die Grillhütten.

  • Wildkatzen und Wanderwege

    In Eifel und Hunsrück lebt die europäische Wildkatze. Frei laufende Hunde sind für die Jungtiere gefährlich, deshalb bitten Landesforsten und Nationalpark darum, Hunde im Wald anzuleinen.

  • Uhus in den Felswänden

    An den Sandsteinfelsen im Pfälzerwald und in den Schieferbrüchen brüten Uhus. Zwischen Februar und Juli sind einzelne Kletterrouten gesperrt; die Schilder stehen am Einstieg.

Geschützte Landschaften

Nationalpark
Hunsrück-Hochwald
Biosphärenreservat
Pfälzerwald-Vosges du Nord
Naturpark
NassauNatur- und Geopark VulkaneifelHohes Venn-EifelRhein-WesterwaldSoonwald-NaheSüdeifelSaar-Hunsrück

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

An Mosel und Ahr führt die Straße oft direkt am Platz vorbei, und die Weingüter liegen im selben Ort. Im Pfälzerwald und im Hunsrück stehen die Plätze weiter auseinander, dafür beginnt der Wanderweg meist am Schlagbaum.

Die Flusstäler sind im Sommer warm und gut besucht, der Pfälzerwald bleibt kühler. Viele Plätze liegen unmittelbar am Wasser, was Vorzüge hat und einen Nachteil.

Häufige Fragen