
Camping im Saarland
Das Saarland ist das kleinste Flächenland und in einer Stunde durchquert. Es hat trotzdem drei ganz verschiedene Ecken: die Saarschleife im bewaldeten Nordwesten, den Bostalsee als Wassersportrevier im Nordosten, und im Süden den Bliesgau mit seinen Streuobstwiesen, der als Biosphärenreservat der UNESCO geführt wird.
Das Jahr in dieser Region
Oktober: Die Schleife färbt sich
Im Oktober wechselt der Wald über der Saarschleife in Kupfer und Gelb. Der Bergrücken in der Schleife liegt 318 Meter hoch und damit rund 150 Meter über dem Wasser. Oben steht Burg Montclair. Sie wurde ab 1428 gebaut, auf dem Platz einer 1351 zerstörten Vorgängerburg. Vom Baumwipfelpfad sieht man 23 Meter über dem Boden in die Kronen.
Mitte des Monats geht die Sonne um 7:52 auf und um 18:43 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 51 Minuten Tageslicht.
Was die Natur in diesem Monat macht
- Äpfel: Erntebeginn um den 2. Oktober (meist zwischen 19. September und 11. Oktober)
- Buchen: Herbstfärbung um den 17. Oktober (meist zwischen 10. Oktober und 23. Oktober)
- Eichen: Herbstfärbung um den 22. Oktober (meist zwischen 15. Oktober und 31. Oktober)
Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 71 Stationen der Region, typischer Tag.
Touren in dieser Region
Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.
- Wandern
Saar-Hunsrück-Steig
Der Weg verbindet die Saarschleife mit dem Hunsrück und läuft dabei durch den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Dort stehen alte Buchen, Hangmoore und die Rosselhalde, ein Blockmeer aus Quarzit. Von der Cloef aus sieht man die Saarschleife von oben, wo der Fluss fast einen vollen Kreis beschreibt.
379,6 kmMehrtagestour
- Wandern
Naheweg
Der Weg beginnt in Saarbrücken, erreicht bei Selbach die Nahequelle und begleitet die Nahe von dort bis zum Rhein, über Höhen und durch Wald, mit dem Fluss immer wieder im Blick. Im Hunsrück ist es still und dünn besiedelt, weiter unten öffnet sich das Tal zu Weinbergen. Die Trockenhänge dort sind warm und voller Kräuter.
75 kmMehrtagestour
- Radfahren
Saarland-Radweg
Eine Runde durch das ganze Saarland, die sich in Tagesetappen zerlegen lässt und wieder am Ausgangspunkt endet. Sie führt über alte Bahntrassen, durch Buchenwald und am Bostalsee vorbei. Weil das Land klein ist, wechseln Landschaften hier schnell.
354 kmRundtourMehrtagestour
- Radfahren
Saar-Oster-Höhen-Radweg
Die Verbindung zwischen Saartal und Ostertal läuft über die Höhen dazwischen, also mit Aussicht statt am Wasser. Oben liegen Wiesen und Felder, unten die beiden Flusstäler. Ein Tag reicht, und für die Rückfahrt mit der Bahn radelt man vom Ostertal aus noch weiter nach St. Wendel oder Ottweiler.
57,9 km
- Radfahren
Saar-Bostalsee-Radweg
Der Weg führt vom Saartal hinauf zum Bostalsee, dem größten Freizeitsee im Südwesten, mit Sandstrand und Rundweg am Ufer. Der Anstieg verteilt sich auf viele Kilometer, der zweite Abschnitt führt aber über die Höhen und ist als schwer eingestuft. Oben liegt der See im Naturpark Saar-Hunsrück, der Nationalpark beginnt rund fünf Kilometer weiter nordwestlich.
50,2 km
Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.
Tiere, die man hier trifft
Mai bis AugustGelbbauchunke
Der Saarkohlenwald nördlich von Saarbrücken ist einer ihrer saarländischen Schwerpunkte: Die alten Bergbauflächen halten genau die flachen, besonnten Tümpel und wassergefüllten Fahrspuren bereit, die sie zum Laichen braucht. Kaum fünf Zentimeter groß und von oben graubraun, fällt sie erst auf, wenn der gelb und schwarz gefleckte Bauch zu sehen ist. Wer an einem warmen Tag zwischen Mai und August an einer Pfütze stehen bleibt, hört das leise uh uh der Männchen und erkennt aus der Nähe die herzförmigen Pupillen.
März bis SeptemberSchwarzstorch
Anders als sein weißer Verwandter meidet er die Dörfer und lebt versteckt im alten Wald, an Bachläufen mit Flachwasser. Wer ihn sieht, sieht ihn meist im Flug über einer Lichtung, und das bleibt ein seltener Moment.
September bis OktoberRothirsch
Im September beginnt die Brunft, und dann röhren die Hirsche vor allem früh am Morgen, am Abend und in der Nacht. Man hört sie schon von weitem, und an den Wildwiesen vieler Reviere stehen Kanzeln, von denen aus man zuschauen darf.
ganzjährigWildkatze
Die Wildkatze braucht alten Laubwald mit Totholz und Deckung, und genau den gibt es hier. Sie ist scheu und dämmerungsaktiv, weshalb die meisten Gäste ihr in einem Wildkatzengehege begegnen oder auf einem der Erlebnispfade ihrer Spur folgen.
Bilder: Freepik
Dunkler Himmel
Von DarkSky International anerkannte Orte.
Eiweiler
Ein Dorf, das seine Straßenbeleuchtung umgebaut hat, bis der Himmel darüber wieder dunkel war. Dafür ist es als erste Gemeinde im Saarland ausgezeichnet worden.
Anreise
- 0 Std. 45 Min.Saarbrücken
- 1 Std. 00 Min.Trier
- 1 Std. 00 Min.Kaiserslautern
- 1 Std. 20 Min.Luxemburg
- 2 Std. 30 Min.Frankfurt am Main
- 3 Std. 35 Min.Köln
Gut zu wissen
Mit der Saarbahn nach Frankreich
Die Linie S1 der Saarbahn fährt als Straßenbahn durch Saarbrücken und als Zug weiter über die Grenze bis Sarreguemines. Den Übergang macht sie auf der Preußenbrücke bei Hanweiler, dem letzten deutschen Halt. Das Auto kann stehen bleiben.
Baden in Bostalsee und Stausee Losheim
Die Saar selbst ist zum Baden nicht freigegeben, es fahren Frachtschiffe. Der Bostalsee hat bewachte Strandbereiche mit Campingplatz am Ufer, der Stausee Losheim ein Strandbad.
Frankreich ist überall nah
Von den meisten Plätzen im Süden ist man in einer halben Stunde in Lothringen. Für die Fahrt dorthin die Umweltplakette Crit Air besorgen, sie wird in französischen Städten kontrolliert.
Feuer im Wald
Ein Drittel des Landes ist Wald, und offenes Feuer ist dort außerhalb eingerichteter Feuerstellen nicht erlaubt. Grillhütten gibt es an vielen Wanderparkplätzen, sie werden bei Trockenheit gesperrt.
Weiden im Bliesgau
Auf den Streuobstwiesen stehen Rinder und Schafe. Hunde bleiben an der Leine, und die Gatter werden wieder geschlossen. Die Wiesen sind Privatbesitz, auch wenn kein Zaun steht.
Wildkatzen im Norden
Im Saar-Hunsrück-Wald lebt die europäische Wildkatze. Wer ein einzelnes Jungtier findet, lässt es liegen: Die Mutter ist meist in der Nähe und kehrt zurück.
Geschützte Landschaften
- Biosphärenreservat
- Bliesgau
- Naturpark
- Saar-Hunsrück
Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Über diese Region
Die Saarschleife bei Mettlach ist das bekannteste Bild des Saarlands, der Bostalsee der größte Badesee im Südwesten, und der Bliesgau ist als Biosphärenreservat ausgewiesen.
Die Nähe zu Frankreich und Luxemburg prägt die Küche und die Gäste. Die Plätze sind überschaubar und familiär, große Anlagen gibt es kaum.