Camping in Sachsen

Sachsen bringt auf kleiner Fläche zwei sehr verschiedene Gebirge unter, dazwischen liegt ein breites Flusstal. Die Sächsische Schweiz mit ihren Sandsteintürmen ist der bekannteste Teil und zieht Wanderer und Kletterer an. Das Erzgebirge liegt höher und ist stiller, und an der Elbe zwischen Meißen und Dresden wächst Wein.

Das Jahr in dieser Region

Oktober: Die Teiche werden abgefischt

Über 350 Teiche liegen im Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft, verteilt auf 39 Gruppen, die ersten aus dem 13. Jahrhundert. Im Oktober lassen die Teichwirte das Wasser ab und holen die Karpfen heraus. Die Lausitzer Fischwochen laufen von Ende September bis Anfang November. Das Reservat misst über 30.000 Hektar.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:29 auf und um 18:15 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 47 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Buchen: Herbstfärbung um den 16. Oktober (meist zwischen 9. Oktober und 23. Oktober)
  • Eichen: Herbstfärbung um den 21. Oktober (meist zwischen 12. Oktober und 28. Oktober)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 332 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Malerweg

    Der Weg der Romantiker durch die Sächsische Schweiz, den Caspar David Friedrich und Ludwig Richter gegangen sind, bevor sie ihn malten. Er führt über Stiegen und Leitern zwischen den Sandsteintürmen hindurch und wechselt bei Schmilka mit der Fähre die Elbseite. Die acht Etappen sind so gelegt, dass jede an einem Ort mit Übernachtungsmöglichkeit endet, von Stadt Wehlen über Schmilka bis Pirna.

    116,5 kmMehrtagestour

    GPXKarte

  • Wandern

    Kammweg Erzgebirge-Vogtland

    Der Weg folgt lange dem Kamm des Erzgebirges, meist zwischen fünfhundert und neunhundert Metern und nah an der tschechischen Grenze, und zieht dann durch das Vogtland bis Blankenstein in Thüringen. Oben liegen Hochmoore mit Bohlenwegen und Bergwiesen, die seit Jahrhunderten gemäht werden. Im Winter gehören die hohen Lagen desselben Kamms zu den schneesichersten Gegenden der deutschen Mittelgebirge.

    287,3 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Forststeig Elbsandstein

    Ein Weg für alle, die selbst tragen wollen: Übernachtet wird in einfachen Trekkinghütten und an ausgewiesenen Biwakplätzen, Verpflegung gibt es unterwegs kaum. Er läuft links der Elbe durch dünn besiedelte Wälder und folgt bewusst selten genutzten Pfaden statt der bekannten Routen des Malerwegs. Von April bis Oktober begehbar, mit Karte und Ticket.

    104,3 km2911 HöhenmeterMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Wandern

    Oberlausitzer Bergweg

    Von Neukirch bis Zittau über die Granodiorit- und Phonolithkuppen des Oberlausitzer Berglandes, die über den breiten Talwannen dazwischen aufragen. Jeder Gipfel ist ein kurzer Aufstieg mit großem Blick, dazwischen geht es durch Umgebindehäuser-Dörfer. Am Ende steht das Zittauer Gebirge mit seinen Sandsteinfelsen.

    127,5 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Elberadweg

    In der ADFC-Radreiseanalyse seit Jahren auf Platz eins oder zwei der beliebtesten Radfernwege Deutschlands, und das liegt am Verlauf: Von der tschechischen Grenze bis zur Nordsee geht es fast nur bergab. Er folgt dem Fluss durch das Elbsandsteingebirge, an Dresden und Meißen vorbei, dann durch die offene Aue. Fähren ersetzen unterwegs die fehlenden Brücken.

    812,9 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Mulderadweg

    Der Weg folgt der Zwickauer Mulde von Schöneck im Vogtland bis Sermuth, wo sie mit der Freiberger Mulde zur Vereinigten Mulde zusammenfließt. Er verbindet Bergbaustädte mit Auwald und läuft dabei durch enge Täler, die man vom Auto aus nie sieht. Das Gefälle arbeitet mit, wenn man flussabwärts fährt.

    158,2 kmMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Radfahren

    Elster-Radweg

    Von der Quelle im tschechischen Elstergebirge über den Leipziger Auwald bis nach Halle, wo die Weiße Elster in die Saale mündet. Oben ist der Weg schmal und waldig, unten breit und flach. Im Leipziger Neuseenland geht es zwischen den Tagebauseen entlang, von denen die meisten erst in diesem Jahrhundert entstanden sind.

    246,8 km600 HöhenmeterMehrtagestour

    GPXKarteWebsite

  • Kanu

    Zwickauer Mulde

    Ein Fluss für Paddler, die Abwechslung mögen: oben schnell und steinig, unten ruhig und breit. Er führt an Burgen und alten Wehren vorbei, von denen einige umtragen werden müssen. Der Wasserstand entscheidet, wie weit oben man einsetzen kann.

    85,8 kmMehrtagestour

    GPXKarte

  • Langlauf

    Kammloipe

    Sechsunddreißig Kilometer durchgehend gespurt, von Johanngeorgenstadt bis Schöneck, auf dem Kamm zwischen Erzgebirge und Vogtland. Der Untergrund ist ein alter Forstweg, also breit und gleichmäßig, mit wenig Gefälle. Wer nicht zurücklaufen will, nimmt die Bahn: Beide Endpunkte haben einen Bahnhof, in Schöneck halten die Züge direkt am Loipenhaus.

    35,6 km

    GPXKarte

Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 11. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • März bis September

    Schwarzstorch

    Anders als sein weißer Verwandter meidet er die Dörfer und lebt versteckt im alten Wald, an Bachläufen mit Flachwasser. Wer ihn sieht, sieht ihn meist im Flug über einer Lichtung, und das bleibt ein seltener Moment.

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Im September beginnt die Brunft, und dann röhren die Hirsche vor allem früh am Morgen, am Abend und in der Nacht. Man hört sie schon von weitem, und an den Wildwiesen vieler Reviere stehen Kanzeln, von denen aus man zuschauen darf.

  • ganzjährig

    Biber

    Den Biber selbst sieht man selten, seine Arbeit dafür überall: angespitzte Stämme am Ufer, Dämme quer über den Bach, gestaute Flächen voller Totholz. Wer in der Dämmerung still am Wasser sitzt, hört ihn zuerst.

  • März bis Juni

    Wanderfalke

    Das schnellste Tier der Welt erreicht im Sturzflug über 300 Kilometer in der Stunde. Er brütet an den Felswänden über den Flüssen, und in der Brutzeit bleiben einzelne Kletterfelsen gesperrt, damit er in Ruhe aufzieht.

Bilder: Freepik

Anreise

  • 0 Std. 45 Min.Dresden
  • 1 Std. 45 Min.Leipzig
  • 2 Std. 45 Min.Berlin
  • 4 Std. 45 Min.München
  • 5 Std. 00 Min.Frankfurt am Main
  • 6 Std. 00 Min.Hamburg

Gut zu wissen

  • Übernachten nur auf zugelassenen Plätzen

    Im Nationalpark Sächsische Schweiz dürfen Wohnwagen und Wohnmobile nicht aufgestellt werden, und außerhalb von Gebäuden zu nächtigen ist nur an den Boofen beim Klettern erlaubt. In der umliegenden Nationalparkregion geht das Übernachten im Fahrzeug nur auf zugelassenen Plätzen. Wer bleibt, bucht einen Stellplatz.

  • Die Elbe ist keine Badestelle

    Der Fluss sieht ruhig aus und ist es nicht. Unter der Oberfläche ziehen Strömungen zwischen den Buhnen, dazu kommt die Berufsschifffahrt. Zum Schwimmen sind die freigegebenen Talsperren im Erzgebirge und die Seen um Leipzig da.

  • Boofen und Feuer

    Unter freiem Himmel übernachten darf man im Nationalpark nur an den 58 gekennzeichneten Felsüberhängen, den Boofen, vom 16. Juni bis 31. Januar und nur beim Klettern. Feuer ist dort in jedem Fall verboten. Der Waldboden ist in trockenen Sommern schnell entzündlich, und die meisten Waldbrände im Nationalpark gehen auf illegale Lagerfeuer zurück.

  • Wanderfalken an den Felsen

    An mehreren Klettergipfeln brütet der Wanderfalke, an einzelnen auch der Uhu. Die Nationalparkverwaltung sperrt die betroffenen Felsen und Wege vom Frühjahr bis in den Sommer. Welche es trifft, wechselt jedes Jahr.

  • Fähren statt Brücken

    Zwischen Pirna und der tschechischen Grenze führt nur in Bad Schandau eine Straßenbrücke über die Elbe. Ans andere Ufer, etwa nach Kurort Rathen, geht es per Fähre. Die nach Rathen ist die letzte Gierseilfähre der Region und nimmt nur Personen und Fahrräder mit, das Wohnmobil bleibt am Ufer.

  • Hunde kommen die Stiegen nicht hoch

    Im Nationalpark gilt Leinenpflicht. Die alten Stiegen sind mit Eisenleitern und engen Klammern ausgebaut, da kommt kein Hund hinauf. Für Touren mit Hund taugen die Wege über die Ebenheiten, die flachen Hochflächen über dem Elbtal, aus denen die Tafelberge aufragen.

Geschützte Landschaften

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Sachsen hat die Sächsische Schweiz mit ihren Sandsteintürmen, das Erzgebirge auf dem Kamm zu Tschechien, das Vogtland und die Oberlausitz mit ihren Teichlandschaften. Um Leipzig sind aus Tagebauen Seen geworden.

Die Sächsische Schweiz ist an schönen Wochenenden voll, das Erzgebirge und die Lausitz sind es nie. Im Winter laufen im Erzgebirge die Loipen.

Häufige Fragen