
Camping in Sachsen-Anhalt
Sachsen-Anhalt reicht vom Harz bis in die Altmark, und dazwischen fließt die Elbe durch eine der größten Auenlandschaften Mitteleuropas. Im Süden, an Saale und Unstrut, liegt eines der nördlichsten Weinbaugebiete Deutschlands. Der Norden ist flach und dünn besiedelt.
Das Jahr in dieser Region
Oktober: Junger Laubwald unter toten Fichten
Der Nationalpark Harz misst 24.700 Hektar, 89 Quadratkilometer davon liegen in Sachsen-Anhalt. Auf 82 Prozent der Fläche steht Fichte, auf 12 Prozent Buche. Wo der Borkenkäfer die alten Fichtenforste geräumt hat, kommt junger Laubwald nach. Unterhalb von 750 Metern gehört ihm der Hang ohnehin. Im Oktober zeigt die Farbe, wie weit er ist.
Mitte des Monats geht die Sonne um 7:37 auf und um 18:21 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 44 Minuten Tageslicht.
Was die Natur in diesem Monat macht
- Äpfel: Erntebeginn um den 1. Oktober (meist zwischen 20. September und 10. Oktober)
- Buchen: Herbstfärbung um den 20. Oktober (meist zwischen 13. Oktober und 26. Oktober)
- Eichen: Herbstfärbung um den 22. Oktober (meist zwischen 13. Oktober und 28. Oktober)
Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 332 Stationen der Region, typischer Tag.
Touren in dieser Region
Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.
- Wandern
Harzer-Hexen-Stieg
Von Osterode quer durch den Harz nach Thale, mit dem Brocken auf halber Strecke. Der Weg folgt streckenweise den Gräben, mit denen der Bergbau vor dreihundert Jahren sein Wasser lenkte, und endet unten in der Bodetal-Schlucht. Die Variante über Rübeland führt an Tropfsteinhöhlen vorbei.
97 kmMehrtagestour
- Wandern
Selketal - Stieg
Der stille Gegenentwurf zum Hexenstieg: Statt über den Brocken führt er durch das Selketal, das enger, wärmer und deutlich weniger besucht ist. Der Weg begleitet den Fluss unter Buchen, an Burgruinen und alten Hütten vorbei. Die Schmalspurbahn fährt parallel und bringt einen zum Ausgangspunkt zurück.
76,3 kmMehrtagestour
- Wandern
Karstwanderweg
Der Weg läuft am Südrand des Harzes über den Gipskarst, und das Gestein bestimmt alles: Der Boden sackt ein, es entstehen runde Erdfälle, viele davon mit Wasser gefüllt. Dazwischen wachsen Trockenrasen mit Orchideen auf flachgründigem Boden über Gips und Dolomit. Höhlen und Karstquellen liegen direkt am Weg.
265,7 kmMehrtagestour
- Radfahren
Elberadweg
Nach Jahren auf Platz zwei wieder der beliebteste Radfernweg Deutschlands, und das liegt am flachen Verlauf: Von der tschechischen Grenze bis zur Nordsee gibt es kaum nennenswerte Steigungen. Er folgt dem Fluss durch das Elbsandsteingebirge, an Dresden und Meißen vorbei, dann durch die offene Aue. Fähren ersetzen unterwegs die fehlenden Brücken.
812,9 kmMehrtagestour
- Radfahren
Saaleradweg
Von der Quelle im Fichtelgebirge bis zur Mündung in die Elbe, quer durch Thüringen und Sachsen-Anhalt. Der Weg wechselt vom engen Schiefertal über die Talsperren in das weite Unstrut-Land mit seinen Weinterrassen. Flach ist er erst ab Saalfeld, davor geht es spürbar bergab.
419 kmMehrtagestour
- Radfahren
Saaleradweg
Abschnitt 9a - Von Bernburg (Saale) zur Saalemündung
Die letzte Etappe der Saale, von Bernburg bis zur Mündung in die Elbe, kurz und flach. Der Fluss wird hier breit und ruhig, die Ufer sind offen, und im Hintergrund stehen die Schlösser der alten Fürstentümer. Eine gute halbe Tagestour zum Ausklang.
30,4 km37 Höhenmeter
- Kanu
Saale
Die Saale gehört zu den ersten fünf Flüssen Deutschlands, die der Bundesverband Kanu und der Deutsche Tourismusverband als kanufreundlich ausgezeichnet haben. Öffentliche Ein- und Ausstiege gibt es entlang der ganzen Strecke. Sie führt an Weinbergen, Burgen und den Muschelkalkfelsen des Saaletals vorbei. Wehre und Umtragestellen sind durchgehend beschildert.
88,5 kmMehrtagestour
- Langlauf
Pfeiferberg-Rundkurs
Eine kurze Rundloipe bei Benneckenstein im Harz, gespurt sobald es die Schneelage zulässt. Sie verläuft über offene Wiesenflächen am Grauberg und am Pfeiferberg, die Höhenunterschiede bleiben gering. Als Einstieg in den Tag oder für Anfänger genau richtig.
5,9 km
Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.
Tiere, die man hier trifft
ganzjährigSeeadler
Mit über zwei Metern Spannweite ist er kaum zu verwechseln. Der Nordosten trägt den größten Bestand Deutschlands, und über den Seen und Bodden steht meist einer in der Luft, sobald man eine Weile hinschaut.
März bis AugustWeißstorch
Die Störche kommen im Frühjahr aus ihren Winterquartieren zurück und beziehen dasselbe Nest wie im Vorjahr. Wo feuchte Wiesen an das Dorf grenzen, stehen die Horste dicht beieinander, manchmal ein Dutzend im selben Ort.
September bis OktoberRothirsch
Im September beginnt die Brunft, und dann röhren die Hirsche vor allem früh am Morgen, am Abend und in der Nacht. Man hört sie schon von weitem, und an den Wildwiesen vieler Reviere stehen Kanzeln, von denen aus man zuschauen darf.
ganzjährigBiber
Den Biber selbst sieht man selten, seine Arbeit dafür überall: angespitzte Stämme am Ufer, Dämme quer über den Bach, gestaute Flächen voller Totholz. Wer in der Dämmerung still am Wasser sitzt, hört ihn zuerst.
Bilder: Freepik
Anreise
- 1 Std. 10 Min.Magdeburg
- 1 Std. 30 Min.Hannover
- 1 Std. 50 Min.Leipzig
- 2 Std. 30 Min.Berlin
- 3 Std. 00 Min.Hamburg
- 3 Std. 50 Min.Frankfurt am Main
Gut zu wissen
Mit der Gierseilfähre über die Elbe
Zwischen Aken und Steutz ersetzt eine Gierseilfähre die Brücke. Sie gehört zum Verlauf der B 187a, fährt allein mit der Strömung und bringt zwölf Autos in etwa fünf Minuten ans andere Ufer. Im Sommer fährt sie länger als im Winter.
Die Elbe steigt im Frühjahr
Zwischen Dessau und Havelberg liegt die Aue offen, und der Fluss nimmt sie sich, wenn in den Mittelgebirgen der Schnee abgeht und Regen dazukommt. Plätze in der Aue räumen dann. Wer im März oder April dorthin will, ruft vorher an.
Tote Fichten im Harz
Der Borkenkäfer hat große Teile der Fichtenwälder abgetötet, und die Stämme stehen noch. Bei Wind fallen sie, und bei Trockenheit brennt es im Harz immer wieder. Gesperrte Wege sind deshalb wirklich gesperrt.
Kraniche im Drömling
Das Niedermoor an der Grenze zu Niedersachsen ist Biosphärenreservat. Im Herbst rasten dort Gänse, Enten und Kraniche zu Tausenden, ab Februar kommen sie zurück. Die Beobachtungsstände stehen am Rand, die Flächen selbst bleiben unbetreten.
Übungsplatz in der Altmark
Nördlich von Colbitz liegt ein großer Übungsplatz der Bundeswehr. Schranken und Warnschilder gelten immer, auch wenn gerade nichts zu hören ist. Im Boden der Heide liegt noch Munition.
Schafe auf den Deichen
Wanderschäfer halten die Elbdeiche kurz, das hält den Boden fest. Wo eine Herde weidet, kann der Deichabschnitt zeitweise gesperrt sein, dann gilt die ausgeschilderte Umfahrung. Die Schilder warnen auch vor den Hunden der Schäferei, den eigenen führt man kurz an der Leine.
Geschützte Landschaften
- Biosphärenreservat
- Karstlandschaft SüdharzFlusslandschaft Elbe - Brandenburg
- Naturpark
- Dübener HeideWesthavelland
Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.
Über diese Region
Sachsen-Anhalt hat den höchsten Teil des Harzes mit dem Brocken, das Weinbaugebiet Saale-Unstrut, die weite Altmark und die Elbe mit ihren Auenwäldern. Das Biosphärenreservat Mittelelbe zieht sich durch das halbe Land.
Der Harz ist die volle Ecke, alles andere ist ruhig. Wer Weite und leere Wege sucht, findet beides in der Altmark.