Camping in Thüringen

Thüringen liegt in der Mitte Deutschlands und ist zu einem Drittel bewaldet. Im Süden zieht sich der Thüringer Wald als langer Kamm durch das Land, im Westen steht mit dem Hainich der größte zusammenhängende Laubwald des Landes, und im Osten staut die Saale eine Kette von Talsperren.

Das Jahr in dieser Region

Oktober: Buchenlaub im Hainich

Der Hainich ist mit rund 160 Quadratkilometern das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Im Süden liegt auf 7500 Hektar der Nationalpark, seit Juni 2011 gehören Teile davon zum Weltnaturerbe. Im Oktober färbt sich das Laub. Buchen bestimmen das Bild, dazwischen stehen Linden und die seltene Elsbeere.

Mitte des Monats geht die Sonne um 7:38 auf und um 18:25 unter. Dazwischen liegen 10 Stunden und 47 Minuten Tageslicht.

Was die Natur in diesem Monat macht

  • Äpfel: Erntebeginn um den 5. Oktober (meist zwischen 27. September und 15. Oktober)
  • Buchen: Herbstfärbung um den 13. Oktober (meist zwischen 7. Oktober und 20. Oktober)
  • Eichen: Herbstfärbung um den 20. Oktober (meist zwischen 13. Oktober und 26. Oktober)

Wasser und Luft: Open-Meteo, gemessene Mittelwerte. Andrang: Anteil der Schulferien 2027 über alle sechzehn Bundesländer. Naturdaten: Deutscher Wetterdienst, phänologische Beobachtungen 2014 bis 2026 an 381 Stationen der Region, typischer Tag.

Touren in dieser Region

Ausgeschilderte Touren, die sich an einem Tag von einem Platz aus machen lassen, dazu je Art eine Mehrtagestour.

  • Wandern

    Rennsteig

    Der bekannteste Kammweg Deutschlands, 1330 erstmals urkundlich erwähnt und seit 1913 durchgehend markiert. Er läuft fast durchgehend auf dem Kamm, meist zwischen fünfhundert und neunhundert Metern, am Großen Beerberg knapp tausend, überwiegend durch Fichtenwald, dazwischen Buchen und offene Bergwiesen, mit Blick auf beide Seiten des Gebirges. Die alten Grenzsteine am Weg tragen noch die Wappen der Fürstentümer, die sich hier trafen.

    169 kmMehrtagestour

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  • Wandern

    Goethewanderweg

    Der Weg von Ilmenau über den Kickelhahn nach Stützerbach, den Goethe bei seinen Aufenthalten im Thüringer Wald immer wieder ging. Er steigt aus der Stadt durch den Bergwald hinauf zum Gipfel, wo das Goethehäuschen und der Aussichtsturm stehen. Neunzehn Kilometer, eine Tagesstrecke mit gut siebenhundert Metern Anstieg.

    18,8 km

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  • Wandern

    Pummpälzweg

    Benannt nach dem Kobold der Thüringer Sagenwelt, der Wanderern auflauerte und sich von ihnen tragen ließ. Der Weg verbindet die Wartburg bei Eisenach über Ruhla und den Kissel mit Bad Salzungen und trägt auf seinen achtundzwanzig Kilometern rund dreißig Holzfiguren aus Thüringer Sagen. Unterwegs liegen eine Höhle unterhalb der Wartburg, eine Grotte am Rennsteig und am Ziel ein See, der aus einem Erdfall entstanden ist.

    28,1 km

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  • Radfahren

    Werratal-Radweg

    Der Weg folgt der Werra von der Quelle im Thüringer Schiefergebirge bis zum Zusammenfluss mit der Fulda. Er bleibt fast durchgehend im Tal, also flach, und wechselt mehrfach die Seite über alte Steinbrücken. Rechts und links stehen Fachwerkstädte, die den Krieg überstanden haben.

    309,9 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Saaleradweg

    Abschnitt 5 - Von Saalfeld nach Jena

    Die Etappe von Saalfeld nach Jena beginnt unterhalb der Saalekaskade, deren fünf Talsperren flussaufwärts liegen, und folgt der freien Saale über Rudolstadt und Kahla. Das Tal ist eng, die Hänge sind bewaldet, und auf den Felsnasen darüber stehen Burgruinen. Kurz vor Jena öffnet sich der Blick auf die Muschelkalkhänge.

    57,2 km154 Höhenmeter

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  • Radfahren

    Saaleradweg

    Von der Quelle im Fichtelgebirge bis zur Mündung in die Elbe, quer durch Bayern, Thüringen und Sachsen-Anhalt. Der Weg wechselt vom engen Schiefertal über die Talsperren in das weite Saale-Unstrut-Land mit seinen Weinterrassen. Leicht wird er erst ab Saalfeld, davor führt er über viele Anstiege.

    419 kmMehrtagestour

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  • Radfahren

    Feldatalradweg

    Ein kurzer Weg entlang der Felda, von der Rhön hinunter zur Werra. Er läuft durch Wiesen und kleine Orte, zwischen Weilar und Kaltennordheim über weite Strecken auf der Trasse der stillgelegten Feldabahn, weiter südlich über zwei längere Anstiege. Gut für einen Tag, für Familien vor allem der Nordteil bis Kaltennordheim.

    41 km

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  • Kanu

    Kanuwandern auf der Werra

    Die Werra ist ruhig genug für Anfänger und lang genug für mehrere Tage. Sie mäandert durch ein Tal aus Buntsandstein und Muschelkalk, an Felswänden und Burgen vorbei, mit vielen Stellen zum Anlanden. Ein gutes Dutzend Wehre muss man umtragen, die Stellen sind ausgeschildert.

    176,6 kmMehrtagestour

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  • Langlauf

    Loipe 29 Schmalkalder Stieg

    Eine kurze Loipe unterhalb des Rennsteigs bei Tambach-Dietharz, gespurt sobald genug Schnee liegt. Sie läuft überwiegend im Wald und damit windgeschützt, steigt dabei aber stetig an und gilt als mittelschwer. Wer klassisch läuft, ist in gut einer Stunde durch.

    6,4 km

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Touren: © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Längen aus dem kartierten Verlauf berechnet, Stand 12. September 2026.

Tiere, die man hier trifft

  • März bis September

    Schwarzstorch

    Anders als sein weißer Verwandter meidet er die Dörfer und lebt versteckt im alten Wald, an Bachläufen mit Flachwasser. Wer ihn sieht, sieht ihn meist im Flug über einer Lichtung, und das bleibt ein seltener Moment.

  • September bis Oktober

    Rothirsch

    Im September beginnt die Brunft, und dann röhren die Hirsche vor allem früh am Morgen, am Abend und in der Nacht. Man hört sie schon von weitem, und an den Wildwiesen vieler Reviere stehen Kanzeln, von denen aus man zuschauen darf.

  • ganzjährig

    Wildkatze

    Die Wildkatze braucht alten Laubwald mit Totholz und Deckung, und genau den gibt es hier. Sie ist scheu und dämmerungsaktiv, weshalb die meisten Gäste ihr in einem Wildkatzengehege begegnen oder auf einem der Erlebnispfade ihrer Spur folgen.

  • Februar bis Juni

    Uhu

    Die größte Eule Europas brütet auf Felsbändern und in alten Steinbrüchen. Ab Februar ruft das Männchen in der Dämmerung, ein tiefes, weiches Buh, das über das ganze Tal trägt.

Bilder: Freepik

Dunkler Himmel

Von DarkSky International anerkannte Orte.

  • Sternenpark Rhön

    Das Biosphärenreservat im Dreiländereck gehört zu den dunkelsten Gegenden Mitteldeutschlands. Auf der Hohen Geba stehen Beobachtungsplattformen für Teleskope, dazu ein Dutzend Himmelsschauplätze mit Liegen und Sternkarten unter freiem Himmel.

Anreise

  • 0 Std. 50 Min.Erfurt
  • 2 Std. 00 Min.Leipzig
  • 2 Std. 10 Min.Nürnberg
  • 2 Std. 40 Min.Frankfurt am Main
  • 3 Std. 30 Min.Berlin
  • 4 Std. 00 Min.München

Gut zu wissen

  • Mühlenfähre über den Hohenwarte-Stausee

    Zwischen Altenroth und Linkenmühle setzt die Mühlenfähre über den Hohenwarte-Stausee und spart 33 Kilometer Umweg. Sie fährt von Gründonnerstag bis Ende Oktober und macht mittags eine kurze Pause. Die Überfahrt dauert fünf Minuten. Wohnmobile kommen je nach Aufbauhöhe mit.

  • Talsperren mit wechselndem Pegel

    Die Sperren an der oberen Saale arbeiten für die Stromerzeugung, und der Wasserstand schwankt entsprechend. Baden ist erlaubt und geschieht auf eigene Gefahr, gesperrt sind nur einzelne Bereiche wie der Streifen vor der Staumauer. Abseits der ausgewiesenen Badestellen fallen die Ufer steil ab.

  • Der Rennsteig hat keine Straße

    Der Kammweg ist ein Wanderweg, und die meisten Plätze liegen unten in den Tälern, einzelne wie in Oberhof oben am Kamm. Die Zufahrten hinauf sind steil und eng, bei Schnee und Glätte wird die Fahrt dort mühsamer als im Tal. Wer mit dem Wohnmobil kommt, plant den Weg vorher.

  • Spechte im Hainich

    Der Hainich gilt als eines der spechtreichsten Waldgebiete Deutschlands, weil dort seit Jahrzehnten Totholz stehen bleibt. Im Frühjahr hört man das Trommeln über den halben Wald. Abseits der Wege bleibt der Wald sich selbst überlassen.

  • Trockenrasen brennen schnell

    Am Kyffhäuser und im Südharzer Zechsteingürtel liegen Trockenrasen auf Gips. Das Gras trocknet dort auf dem flachgründigen Boden schnell aus und steht im Sommer knochentrocken. Feuer ist dort ganzjährig verboten. Der Boden darunter ist außerdem löchrig, Erdfälle entstehen bis heute.

  • Wildkatzen im Hainich

    Der Hainich gehört zu den Gebieten mit besonders hoher Wildkatzendichte in Deutschland, im Nationalpark leben einige Dutzend Tiere. Ein freilaufender Hund treibt die Tiere von ihren Jungen weg, deshalb gilt Leinenpflicht. Ein einzelnes Kätzchen im Wald ist übrigens nicht verlassen, die Mutter ist auf Jagd.

Geschützte Landschaften

Nationalpark
Hainich
Biosphärenreservat
Rhön

Namen und Grenzen: © OpenStreetMap-Mitwirkende.

Über diese Region

Über den Kamm des Thüringer Waldes läuft der Rennsteig, im Westen steht der Nationalpark Hainich mit dem größten zusammenhängenden Laubwald Deutschlands, im Osten liegen die Saaletalsperren.

Der Rennsteig ist an Wochenenden gut besucht, der Hainich selten. Viele Plätze liegen an den Stauseen, und dort kann man auch baden.

Häufige Fragen